WICHTIGER ALS JEDE MARSMISSION Was ein renommierter Mediziner von diesem Jahrhundert-Gesundheitsproblem hält! Hin­ter­grund­in­for­ma­ti­onen

Machen wir uns jetzt gleich auf den Weg zum Mars- oder bekämpfen wir die Volkskrankheit Übergewicht?

Mit diesem kleinen Quiz können Sie mit 4 Grundangaben und 10 Fragen Erkenntnisse zu Ihrer derzeitigen gesundheitlichen Verfassung gewinnen.

Da gibt dabei geht es vor allem um den einen oder anderen Risikofaktor wie beispielsweise Rauchen und Übergewicht. Der kleine Gesundheits-Check kann Ihnen zu mehr Motivation verhelfen, entweder bei einem guten Ergebnis Ihre derzeitigen Lebensumstände weiter beizubehalten oder mit viel mehr Motivation Veränderungen herbeizuführen.

Vielleicht ist der Gesundheits-Check auch ein Anreiz, sich bei Ihrem Arzt einzufinden und ihm die Ergebnisse vorzustellen. Wie Sie wissen, ist für jede Veränderung Motivation nicht alles, aber ohne Motivation ist es auch alles nichts. Mit diesen wenigen Fragen kommt die Motivation ganz spielerisch zu Ihnen. Für Ihre Gesundheit und gegen den nächsten Risikofaktor. Viel Spass!

Jetzt Ihren SCORE mit dem kurzen Quiz ermitteln:

PROF. DR. MED. JÖRG ZEHETNER

Dr. med. Jörg Zehetner

Professor (USC) MMM, FACS, FEBS (hon.) Viszeralchirurgie und Übergewichtschirurgie
Das AEC „Adipositas Experten Center“ gehört mit den Standorten in Bern, Brig und Solothurn mit jährlich um die 3‘500 Patienten zu den grössten Privatpraxen in der Schweiz. Zum AEC gehören ZFBC Zentrum für bariatrische Chirurgie, Swiss1Chirurgie und die GGP Gastroenterologische Gruppenpraxis.

Offener Brief:

Ich bin schon lange Mediziner und Chirurg. Schon seit Jahren beschäftigt mich eine echte Volkskrankheit. Sie nennt sich bis zu einem gewissen Grad Übergewicht, später dann als Krankheit Adipositas. Sie ist ein Risikofaktor für viele Folgeerkrankungen. Dazu zählen unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleber, Diabetes mellitus II, verschiedene Krebserkrankungen, Fettstoffwechselstörungen und vieles mehr. Obwohl krankhaftes Übergewicht so weit verbreitet ist, haben wir in unserer Gesellschaft eine Grundtendenz zum Wegschauen entwickelt. Risikofaktor – welcher Risikofaktor?

Selbst Ärzte sind von dieser Art, mit Fettleibigkeit umzugehen, nicht verschont. Adipöse Menschen werden gemobbt, kritisiert, in die Ecke gedrängt, missachtet, und vor allem wird ihnen nicht schnell genug geholfen. Wie bei einem verdrängten Schatten weigern wir uns, offen mit dem Thema Übergewicht und auch krankhaftem Übergewicht umzugehen. Dabei sind Begriffe wie BMI und Adipositas schon lange bekannt. Im Alltag versuchen wir, dem Thema möglichst aus dem Weg zu gehen. Wenn wir selbst betroffen sind, geben wir stets vor, uns wohl fühlen und gesund zu sein. Häufig betrügen wir uns dabei selbst. Wenn sich der BMI spätestens ab 35 in den adipösen Bereich bewegt, beginnen wir krank zu werden. Kein Risikofaktor mehr. Eine Krankheit. Das metabolische Syndrom mit seinen 4 tödlichen apokalyptischen Reitern Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes und Bauchfett beginnt mit seinem unheilvollen Werk.

Was tun wir in diesem Fall als Mediziner und als Gesellschaft? Wie lassen die Betroffenen mit der Krankheit allein. Nicht nur, dass wir Ärzte viel zu spät diagnostizieren und behandeln, wir schweigend das Thema häufig oft tot. Da reiht sich Risikofaktor an Risikofaktor, und eine Arzneimittelverschreibung für jede Folgeerkrankung an die andere. Das Grundübel an der Wurzel zu packen und etwas gegen das Übergewicht sowie die Adipositas zu unternehmen, das scheint uns oft sehr spät in den Sinn zu kommen. Erst, wenn es nicht nur mehr um einen Risikofaktor geht, sondern um manifestierte Folgeerkrankungen, vielleicht um den ersten Herzinfarkt, vielleicht um das erste verstopfte Blutgefäss, beginnen wir die Lage etwas ernster zu nehmen.

Die Betroffenen klagen über mangelnde Motivation zur Veränderung, und wir sind ebenfalls nur zu gern bereit, ihnen Willensschwäche und Motivationsmangel vorzuwerfen. Dabei verkennen wir, welche komplizierten Regelkreisläufe im Körper die Fettspeicherung und die Verwertung von Nahrung bestimmen. Einfach mit etwas mehr Willen und etwas mehr Motivation ist es bei Adipositas nicht mehr getan. Vielleicht können wir bei Übergewicht mit der Unterstützung von Freunden, Diätberatungen, Betroffenengruppen und verständnisvollen Familienmitgliedern gegen die Kilos etwas ausrichten. Bei Adipositas ist das etwas anders. Hier ist tatsächlich professionelle Hilfe gefragt.

Für viele Betroffene ab einem BMI über 35 bleibt am Ende nur ein chirurgischer Eingriff wie beispielsweise ein Magenbypass. Dennoch ist die Operation nur eine der Möglichkeiten, die professionelle medizinische Unterstützung bei Adipositas bietet. Wenn wir alle wollen und auch der Betroffene will, lässt sich individuell für jeden Fall von Adipositas ein Behandlungskonzept erstellen, das erfolgversprechend sein kann. Anstatt immer den Betroffenen die Motivation abzusprechen, sollten Ärzte motiviert sein, adipösen Menschen zu helfen. Wir sollten dabei nicht nur über diesen und jenen Risikofaktor sprechen, sondern den Menschen als Ganzes sehen. Ein Risikofaktor ist oft viel zu abstrakt.

Adipositas geht mit Folgeerscheinungen im psychischen Bereich einher. Betroffene schämen sich, sie leiden an Depressionen, sie ziehen sich von der Umwelt zurück und sie entwickeln vielleicht auch Essstörungen. Eine Essstörung wird dann zum eigenen Risikofaktor, der weitere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann.

Meine Empfehlung für den Umgang mit Adipositas und Übergewicht ist diese: Wir Ärzte sind verpflichtet, rechtzeitig zu diagnostizieren, zu beraten und zu helfen. Als Gesellschaft und als Menschen sind wir aufgefordert, adipösen Menschen aus dem Schatten zu helfen und sie im Umgang mit ihrer Krankheit zu unterstützen. Aus meiner persönlichen Sicht als Arzt und als Mensch ist das wichtiger als die Vorbereitung auf die nächste Marsmission. Wir sollten erst einmal die Motivation dazu haben, ein naheliegendes Problem und einen Risikofaktor für unsere Gesundheit in unserem unmittelbaren Umfeld zu lösen. Danach können wir über weitere Schritte in der menschlichen Entwicklung nachdenken.

demo-attachment-56-Path-1633
demo-attachment-56-Path-1633

Stay in Touch

Swiss1Chirurgie Bern

  • +41 (0)31 312 61 12
  • Schänzlihalde 1 3013 Bern

Swiss1Chirurgie Brig

  • +41 (0)27 946 52 52
  • Bahnhofstrasse 1 3900 Brig

Swiss1Chirurgie Solothurn

  • +41 (0)32 622 11 22
  • Hauptbahnhofstrasse 2 4500 Solothurn