Martin Andermatt mit seinen Erfahrungen zum Leberfasten

Wenn Martin Andermatt über seine Erfahrungen beim Leberfasten spricht, dann spricht die Fussball-Legende und der Trainer des FC Schaffhausen vor allem über Erfahrungen mit sich selbst. Kern seiner Darstellungen ist, dass sich nur etwas ändert, wenn man sich selbst ändert. Das gilt im aktiven Sport genauso wie in der Gesunderhaltung des eigenen Körpers. Diese Erfahrung vermittelt der bekannte Schweizer auch auf der 4. Fachtagung der Helvetius Holding AG auf dem Talent-Campus Bodensee in Kreuzlingen. Lesen Sie hier den Bericht und erfahren Sie, wo Sie den Live-Stream sehen können.

 

Ein Erfahrungsbericht zum Leberfasten mit HEPAFAST® von Martin Andermatt

Zur 4. Fachtagung der Helvetius Holding AG auf dem Talent-Campus Bodensee Kreuzlingen sprachen Dr. med. Jörg Zehetner, Professor (USC), und Dr. med. Hardy Walle zum Thema Lebergesundheit und Fettleber. Höhepunkt des Abends war zweifelsfrei der Vortrag von Dr. med. Hardy Walle, der mit neuesten wissenschaftlichen Ansätzen nicht nur die nichtalkoholische Fettleber aus einer etwas anderen Sicht beleuchtete, sondern mit HEPAFAST® auch ein wirksames Konzept zum Leberfasten vorstellen konnte.

In der Folge berichtete die Fussball-Legende Martin Andermatt von den eigenen Erfahrungen im Leberfasten mit HEPAFAST®. Als erfolgreicher Profi-Fussballer und heute Trainer des FC Schaffhausen weiss Martin Andermatt sehr gut, wie wichtig eine stabile Gesundheit ist und welche Wirkungen eine gesunde Leber auf den gesamten Organismus hat.

Als Fussball-Trainer spricht Martin Andermatt gern über eigene Praxiserfahrungen. Mit seiner ihm eigenen Erfahrung war Martin Andermatt der erste Schweizer Trainer einer deutschen Bundesliga-Mannschaft und kennt den deutschen Liga-Betrieb auch aus der Sicht eines Aufsichtsrates beim Verein Hannover 96.

Entsprechend der eigenen sportlichen Laufbahn auch als aktiver Spieler war es für Martin Andermatt immer interessant, wie eine gute, ausgewogene und gesunde Ernährung ausgestaltet werden kann. Mit zunehmendem Alter rückte dann auch die Frage in den Fokus, wie es nach dem aktiven Fussball im Leben weitergehen kann. Dabei galt das Interesse vor allem den körperlichen und psychischen Auswirkungen, wenn nicht mehr so intensiv trainiert wird und ein bislang gewohntes Mass an Bewegung praktisch verloren geht.

Als Trainer sieht Martin Andermatt seine Verantwortung auch darin, Informationen an heranwachsende und auch an erwachsene Spieler zu vermitteln, die auch stimmen und unterlegt sind. Vermutungen, Hören-Sagen und vermeintliches Wissen sind keine wirklich starken Argumente. Deshalb weiss Martin Andermatt sehr gut, dass nur eigene Erfahrungen eine gute Basis sind, um Wissen weiterzugeben. Diesen grundsätzlichen Ansatz sieht er auch als wichtig, wenn er auf der 4. Fachtagung der Helvetius Holding AG einen ganz eigenen Erfahrungsbericht zum Leberfasten mit HEPAFAST® abgibt.

Auch wenn Martin Andermatt als Nicht-Mediziner nicht die Formeln für die Lebergesundheit beherrscht, konnte er doch jeden Schritt in den Vorträgen von Dr. med. Jörg Zehetner, Professor(USC), und Dr. med. Hardy Walle, Gründer von BODYMED und Mitentwickler des Leberfastens mit HEPAFAST® nachvollziehen. Besonders aus der eigenen Erfahrung heraus.

Persönliche Erfahrungen sind das, was wirklich zählt

Auch aus der Erfahrung mit dem Leberfasten heraus weiss Martin Andermatt, dass es hier nicht einfach nur um das kurz angelegte schnelle Machen geht. Wichtig ist immer die Betrachtung der Entwicklung. Das sieht Martin Andermatt in seinem sportlichen Engagement genauso wie in der persönlichen Haltung zur Gesundheit. Allerdings sind auch dabei wunderschöne und klangvolle Worte immer weniger wert, als die eigene Erfahrung. Und genau so berichtet Martin Andermatt von seinen eigenen Erfahrung mit dem Leberfasten mit HEPAFAST®.

Seine erste Feststellung gilt der Traumwelt. So berichtet er, dass er in den Zeiten des Leberfastens viel intensiver als gewohnt geträumt habe. Darüber hinaus fühlte er sich in jeder Phase des Leberfastens äusserst vital und leistungsfähig.

Mit nunmehr bereits 60 Jahren Lebenserfahrung fühlt sich Martin Andermatt auch heute noch sehr wohl und weiss, dass er bereits schon sehr viele Dinge bezüglich der Gesunderhaltung ausprobiert hat. Seien es Saftkuren oder verschiedenste Diätprogramme. Martin Andermatt weiss, wovon er spricht, wenn er seinen Sportlern Informationen weitervermittelt.

Gerade mit dem Blick auf ältere Menschen ist die Ernährung sehr wichtig. Zu wenig Bewegung, ein Mangel an guten Eiweissen und der Verlust an Muskelmasse schlagen sich auf die Gesundheit nieder. Insgesamt kann die Lebensqualität sehr leiden, was für Martin Andermatt ein wichtiges Thema ist. Immerhin ist Lebensqualität für alle Menschen ein wichtiges Thema. Gerade dann, wenn sie älter werden. Dann gehört eben auch ein gutes Mass an Disziplin dazu, wenn man über lange Zeit hinweg körperlich und auch mental fit bleiben möchte.

Allein der Gedanke, dass man vielleicht etwas abnehmen sollte reicht nicht aus, um das wirklich zu erreichen. Erst dann, wenn man dabei aktiv wird, werden sich Erfolge einstellen. Es geht also um das wirkliche Tun, das immer entscheidend für Veränderungen ist.

Ein erster Schritt für Martin Andermatt in der Begegnung mit dem Leberfasten war es, sich das Präparat HEPAFAST® selbst in Bern abzuholen und nicht einfach zuschicken zu lassen. In der Praxis der Swiss1Chirurgie liess er sich gewissermassen Mass nehmen. Was eben wirklich zählt, sind tatsächliche und aktuelle Werte. Das weiss Martin Andermatt schon aus seiner sportlichen Karriere heraus.

Die Motivation zählt

Wie in vielen anderen Bereichen auch, ist auch beim Leberfasten die richtige Motivation der beste Ausgangspunkt für gute Ergebnisse. Wenn sich dann die eigene Motivation in einem Gespräch mit einem Fachmediziner stützen lässt, ist das eine gute Voraussetzung für das aktive Tun.

Was dann zählt, ist das wirkliche Tun. Nicht morgen oder vielleicht erst übermorgen, sondern am besten gleich sollte man mit dem beginnen, was man für sich selbst als gut und richtig erkannt hat.

Aus der Sicht von Martin Andermatt sind es manchmal auch die kleinen Eitelkeiten, die ein Antrieb für das Leberfasten sein können. Wer will nicht auch im höheren Alter noch seinem Partner oder seiner Partnerin gefallen? Wer will nicht auch im zunehmenden Alter noch aktiv und fit sein? Auch den Kindern will man ein Vorbild sein und wenn man als Trainer tätig ist, hat das alles auch etwas mit einer positiven Ausstrahlung auf die zu Trainierenden zu tun. Nur wenn man sich selbst gefällt, kann man das auch positiv ausstrahlen, meint Martin Andermatt.

Dazu kommen natürlich die Gedanken an die eigene Gesundheit. Selbst wenn man über viele Jahre hinweg absolut auf eine gesunde Ernährung und Lebensführung geachtet hat, ändert sich das manchmal mit zunehmender Lebenserfahrung. Das wichtigste Kapital bleibt aber immer die persönliche Gesundheit. Da muss man entscheiden, was gut und was richtig ist. Wer selbst entscheidet, muss nicht über sich entscheiden lassen. Und auch bei diesen Entscheidungen sollte die Gesundheit immer ein ganz wichtiger Faktor sein.

Was sollte man aktiven Sportlern am Karriereende mit auf den Weg geben?

Generell ernähren sich aktive Sportler sehr kohlehydratreich, da sie diese Energie für ihren körperlichen Einsatz brauchen. Oftmals lässt sich dann am Karriereende beobachten, dass viele Sportler schnell an Gewicht zulegen und sogar zur Fettleibigkeit neigen. Dann ist es wichtig, auch wieder in das normale Leben zurückzukommen. Hier spielt auch ein zutiefst menschlicher Faktor eine wichtige Rolle. Als Sportler ist man plötzlich nicht mehr gefragt. Das kann schnell dazu führen, dass man sich gehen lässt. In jeder Hinsicht. Um so wichtiger ist es dann, den eigenen menschlichen Wert zu erkennen. Man  muss sehen, was man im Leben noch erreichen will und leisten kann und mit welcher Ausstrahlung man seinen Mitmenschen begegnen will. Die kurzlebigen Glücksbringer wie gutes Essen, die Cola oder eine Tüte Chips sind dann nicht wirklich das, was man eigentlich braucht. Das kurze Glück ist ein Trugschluss, der am Ende nur unzufrieden und unglücklich macht.

Die Empfehlung für aktive Sportler am Karriereende

Wer am Ende seiner Karriere steht, muss in jedem Fall langsam abtrainieren. Nicht das Ende von heute auf morgen, sondern der allmählichen Wechsel in einen normalen Status zählt. So, wie man sich dann allmählich von sportlichen Hochleistungen verabschiedet, so muss man natürlich auch die Ernährung umstellen. Auch die mentale Belastung ändert sich, was durchaus auch betrachtet werden muss.

Was jetzt zählt, davon ist Martin Andermatt überzeugt, sind gute Gespräche auch einmal über den eigenen Erfahrungshorizont hinaus. Eine gute medizinische Begleitung kann nützlich sein. Dabei geht es nicht um Angst vor irgendeiner Diagnose, sondern um die Entwicklung von Visionen für die eigene Zukunft. Dabei ist es für Martin Andermatt auch wichtig, einfach entspannter und glücksbetonter zu leben.

Als Trainer verfolgt er eine ganz klare Philosophie, die er gern in drei Worten zusammenfasst: Gelacht, gelernt, geschwitzt. Wenn er das seinen Spielern weitergibt, denkt Martin Andermatt auch selbst gern darüber nach, ob er heute schon gelacht, gelernt und vielleicht sogar geschwitzt hat. Das Schönste ist es doch, wenn man den Spielern über den reinen Sport hinaus auch etwas mitgeben kann, was für das Leben nach dem aktiven Sport noch Wert hat.

Die eigenen Erfahrungen mit dem Leberfasten

Aus den eigenen Erfahrungen heraus kann Martin Andermatt das Leberfasten nur mit angenehmen Wahrnehmungen verbinden. Dazu gehören vor allem das wirkliche Wohlfühlen und die neue Energie, die er für sich selbst empfunden hat.

Gerade in Zeiten, in denen man sich selbst neu erkennen will, ist das Leberfasten eine zusätzlich spannende Erfahrung. Bereits dreimal hat Martin Andermatt eine Leberfasten-Kur mit HEPAFAST® durchgezogen und ist sich sicher, dass er es immer wieder machen wird. Schon wegen der vielen positiven Energie, die er dadurch für sich gewonnen hat. Gern empfiehlt er das Leberfasten auch weiter. Dahinter steht er mit seiner ganzen Persönlichkeit und Erfahrung.

Natürlich kann es für den Einzelnen schwierig sein, sich seiner Problematik zu stellen. Oftmals macht man sich lieber über sich selbst lustig, anstatt wichtige Veränderungen anzugehen. Sicherlich auch, weil Veränderungen durchaus auch unbequem sein können. Wer aber selbst in sich hineinhört weiss, dass nur Veränderungen auch eine Änderung bringen. Und genau das gilt eben auch für das Leberfasten.

Die Frage ist eben nicht, warum man ins Wasser gefallen ist, sondern wie man da wieder herauskommt. Es geht darum, Entscheidungen zu treffen und diese dann konsequent durchzuziehen. Und wenn man dazu eine Unterstützung braucht, muss man sich diese Unterstützung eben holen.

Aufstossen, Übergewicht und Diabetes – Zusammenhänge erkennen

Nur wer den Zusammenhang von Reflux, Übergewicht und Diabetes erkennt, kann den richtigen Therapieansatz finden. Das geht aus dem Fachvortrag von Dr. Med. Jörg Zehetner, Professor (USC), hervor, zu dem Sie hier den ganzen Beitrag lesen können.

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Fettleber und Diabetes – Die Zusammenhänge

Dr. med. Michaela Neagu FMH Gastroenterologie und Innere Medizin GGP Bern

In einem Vortrag der Gastroenterologischen Gruppenpraxis GGP Bern AG (Gesellschaft der Helvetius Holding AG)  veranschaulicht die Gastroenterologin Frau Dr. med. Michaela Neagu die Zusammenhänge zwischen Fettleber und Diabetes. Folgt man dem Vortrag wird deutlich, dass Fettleber und Diabetes einen Teufelskreis bilden, in dem sich beide Erkrankungen wechselseitig auslösen und antreiben.  Neben der Diagnostik und den Auswirkungen auf die gesamte Gesundheit eröffnet der Vortrag aber auch ein klares Bild davon, wie sich der Krankheitsverlauf erfolgreich beeinflussen und im besten Fall umkehren lässt. Wir haben den Vortrag von Frau Dr. Michaela Neagu in Textform, aber auch als Video-Vortrag und als Powerpoint Präsentation zur Verfügung gestellt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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Fettlebererkrankung und Diabetes mellitus – gibt es Zusammenhänge?

Die Experten der Helvetius Holding AG klären auf

In einem Vortrag der GGP Bern AG hat Frau Dr. med. Michaela Neagu die Zusammenhänge von Fettlebererkrankung und Diabetes mellitus dargestellt. Dabei geht es weniger um medizinisches Fachlatein, sondern vielmehr um eine Aufklärung darüber, was eine Fettleber ist, was diese für das Leben der Menschen bedeutet und ob es einen Zusammenhang zu Diabetes mellitus gibt.

Frau Dr. Michaela Neagu ist als Spezialistin für Gastroenterologie (Magen-Darm.Krankheiten) und für Allgemeine Innere Medizin in der Gastroenterologischen Gruppenpraxis Bern, einem Partner der Helvetius Holding AG, tätig und verfügt über umfangreiche Erfahrungen und Kompetenzen in ihrem Spezialgebiet.

In ihrem Vortrag beleuchtet Frau Dr. med. Michaela Neagu die klaren Zusammenhänge zwischen Fettleber und Diabetes mellitus.

Die Fettlebererkrankung

Grundsätzlich wird unterschieden in die alkoholische Fettlebererkrankung und die nichtalkoholische (metabolische) Fettlebererkrankung. Wie es die unterschiedlichen Bezeichnungen schon andeuten, hängt die eine Fettlebererkrankung mit dem übermässigen Alkoholkonsum zusammen, die andere Form der Fettlebererkrankung hat nichts mit dem Alkoholkonsum zu tun. Dazu kommen Erscheinungsformen wie beispielsweise Virus-Lebererkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Eisenspeicherstörungen und andere Zustände, die eine Fettlebererkrankung fördern oder erst möglich machen.

Weltweit gesehen sind etwa 25 Prozent der Bevölkerung von einer Fettlebererkrankung betroffen. Damit präsentiert sich die Fettleber als häufigste Lebererkrankung überhaupt. Bei den Diabetikern selbst weisen etwa 30 bis 40 Prozent der Betroffenen eine Fettleber auf. Auch etwa die Hälfte der Patienten mit schweren Fettstoffwechselstörungen leiden an einer Fettlebererkrankung.

Wie entsteht eine Fettleber?

Eine Fettleber entsteht, wenn die Kapazität der Leberzellen zur Fettaufnahme überschritten wird. Dadurch lagert sich in der Leber selbst Fett ab, das durch die Leber nicht mehr abgebaut werden kann. Die Fettansammlung in den Leberzellen führt dazu, dass sich diese Zellen entzünden und dann Botenstoffe aussenden, die die Insulinversorgung der Leber hemmen. Schliesslich kommt es zu einer Art Insulinresistenz, so dass das Insulin im Körper nicht so wirken kann, wie es von der Natur her vorgesehen ist.

In der Folge tritt eine Überzuckerung im Körper auf. Dadurch wird ein Reiz ausgesendet, der dafür sorgt, dass noch mehr Insulin produziert wird. Der erhöhte Insulinspiegel führt dann weiter zu einer auch erhöhten Fettaufnahme, Fettsynthese und Fettspeicherung. Damit entsteht ein Wirkungskreis, der immer mehr Fett in der Leber ablagert aber auch generell die Fettspeicherung im Körper weit über das normale Mass hinaus anschiebt.

Was merken Betroffene von einer Fettleber?

Ernüchternd festzustellen ist, dass etwa die Hälfte aller Betroffenen praktisch symptomlos lebt und sich entsprechend keinerlei Sorgen etwa um die Lebergesundheit macht. Auf der einen Seite mag das beruhigend wirken, auf der anderen Seite ist das schon ein Alarmsignal dafür, dass wirksam einsetzende therapeutische Interventionen erst spät, meist sehr spät einsetzen.

Bei einigen Patienten tritt eine allgemeine aber eher unspezifische Müdigkeit auf. Eine gewisse Mattigkeit und vielleicht einmal undifferenzierte leichte Schmerzen im Oberbauch deuten darauf hin, dass hier ein ernsthaftes Leiden vorliegen könnte. Meist wird das jedoch von den Patienten selbst nicht ernst genommen.

Dadurch bleibt die Fettleber in den meisten Fällen ein Zufallsbefund, der erst im Rahmen der Behandlung anderer Erkrankungen zutage tritt. Das können beispielsweise erhöhte Leberwerte im Rahmen eines Gesundheitschecks sein oder auch sichtbare Veränderungen der Leber bei einer Standard-Ultraschalluntersuchung.

Generell besteht die Gefahr, dass eine nicht behandelte Fettleber bis zur Leberzirrhose fortschreiten kann. Spätestens dann merken die Betroffenen, dass ihre Leber krank ist. Typische Zeichen sind dann der bekannte grosse Wasserbauch, bestimmte Umgehungskreisläufe im Organismus und weitere Zeichen kommen dann jedoch sehr spät. Praktisch ist beim Krankheitsbild Fettleber von keinen Symptomen bis hin zu schweren und gefährlichen Krankheitsverläufen alles möglich.

Zwischen 50 bis 90 Prozent der Menschen mit Fettleber sind adipös, also klar übergewichtig. Zeichen eines metabolischen Syndroms sind erkennbar.

Wie kann eine Fettleber sicher diagnostiziert werden?

Vor einigen Jahren noch war die Biopsie das Mittel der Wahl, wenn der Zustand der Leberzellen genauer bestimmt werden sollte. Dazu wird mit einer Nadel direkt in das Organ gestochen und eine kleine Gewebeprobe entnommen. Diese Gewebeprobe kann dann weiter auf die Verfettung der Leberzellen hin untersucht werden.

Dank der Fortschritte in der medizinischen Technik können wir heute in 90 Prozent der Fälle eine Fettleber auch ohne eine Biopsie diagnostizieren. Mit unterschiedlichen bildgebenden Verfahren wie Ultraschall oder Computertomographie können heute absolut schmerzfreie Untersuchungen ohne einen Eingriff in den Körper vorgenommen werden. Dank der exzellenten Darstellung lässt sich auch so der Fettgehalt in der Leber vergleichsweise gut mit verlässlichen Werten feststellen.

Grundlage bei der Auswertung der Ultraschalluntersuchungen  ist beispielsweise ein Vergleich von Leber- und Nierengewebe. Sind beide Organe gesund, weisen sie in etwa die gleiche Struktur und Farbe im Bild auf.  Kommt das Nierengewebe dunkler als das der Leber zur Darstellung, dann weisen die helleren Teile in der Leber auf Fetteinlagerungen hin. So lässt sich eine Fettleber schon mit recht grosser Sicherheit erkennen.

Entschliessen sich die Spezialisten dann doch für eine Gewebeprobe, meistens zum Ausschluss oder Nachweis zusätzlich vorliegender Lebererkrankungen, dann werden die Unterschiede noch deutlicher. Eine gesunde Leber besteht aus sauber angeordneten und klar differenzierten Zellen. Bei der Fettleber ist die Störung der Zellarchitektur durch die Fetteinlagerungen deutlich zu erkennen. Bei einer ausgeprägten Fettleber mit entzündeten Zellen wird das noch deutlicher.

Wie ist der Weg zur Fettleber

Von der gesunden Leber hin zur Fettleber braucht es immer eine gewisse Zeit und bestimmte Umstände. Verschiedene ungünstige Faktoren bewirken die Fetteinlagerung in den Leberzellen, die dann weiterhin zu Entzündungen in der Leber selbst führen können. Das muss nicht sein, kann aber sein. Wenn jedoch eine solche Entzündung stattfindet wird ein gewisser Umbau im Bindegewebe vorangetrieben, der unbehandelt bis zu einer vollständigen Vernarbung der Leber führen kann. Dann ist bereits das Stadium der Leberzirrhose erreicht. Die Leberzirrhose wiederum ist ein begünstigender Faktor für die Entstehung von Leberkrebs. Das trifft auf etwa zwei Prozent der Betroffenen zu. Aber auch dann, wenn noch keine Leberzirrhose diagnostiziert wurde, werden immer mehr Fälle von Leberkrebs bei Fettleber bekannt. Und in den USA gilt die Fettleber heute als der häufigste Grund für eine Lebertransplantation.

Ein Blick auf Diabetes mellitus

Gewöhnlicherweise reden wir hier von der Zuckerkrankheit. Eine solche wird diagnostiziert, wenn chronisch überhöhte Zuckerwerte im Blut festgestellt werden. Der Körper ist gewissermassen überzuckert. Wirkfaktoren für das Entstehen der hohen Blutzuckerwerte sind die Verminderung der Wirkung des Insulins und im Verlauf oftmals ein Insulinmangel.

Derzeit sind etwa sechs Prozent der Weltbevölkerung, auch Kinder, von der Zuckerkrankheit betroffen. Bei den Kindern wird zumeist der Diabetes Typ 1 beobachtet. Mit Zunahme des krankhaften Übergewichts  auch bei Kindern tritt hier aber auch der Typ 2 vermehrt in Erscheinung. In unterschiedlich angelegten Testverfahren kann Diabetes sehr sicher und unkompliziert diagnostiziert werden.

Was bedeutet Diabetes mellitus für das Leben der Menschen?

Ein Vorliegen von Diabetes mellitus ist mit tatsächlich schwerwiegenden Risiken und Folgen für die Gesundheit und das Leben der Betroffenen verbunden. Eine Problematik sind die Schäden an den kleinen Gefässen. Das betrifft vor allem die Nieren, die Netzhaut des Auges und das Nervensystem. Von relativ milden Nierenproblemen bis zum kompletten Nierenversagen mit Dialysepflichtigkeit reicht die Spannweite. Bei den Netzhauterkrankungen könne solche Störungen durch Diabetes mellitus bis zur Blindheit führen. Bezüglich der Schädigung des Nervensystems kommt es zum Verlust bestimmter Sinneseindrücke, die sich beispielsweise so äussern können, dass Patienten nicht mehr den Boden unter ihren Füssen spüren können. Auch Probleme mit der Koordination und dem räumlichen Lagewechsel werden beobachtet. Berichtet wird auch von Magen-Darm-Störungen mit Durchfall und anderen Symptomen. Herzrhythmusstörungen können das Erscheinungsbild ergänzen.

Neben den Schäden an den kleinen Gefässen sind auch Schäden an den grossen Gefässen eine Folge von Diabetes mellitus. Besonders erwähnenswert sind hier koronare Herzerkrankungen. Zumindest ist hier das Risiko von Diabetes-Patienten gegenüber der Normalbevölkerung deutlich höher. Für Diabetiker kann dieses Risiko als etwa doppelt so hoch bewertet werden. Ganze 75 Prozent der Diabetiker sterben an einem kardiovaskulären Ereignis.

Auch das Risiko, einen Hirnschlag zu erleiden, ist in etwa 2,5mal höher als in der Vergleichsgruppe der Menschen ohne Diabetes. Eine Durchblutungsstörung vor allem in den Beinen ist mit einem Risiko von 4,5mal mehr als in der Vergleichsgruppe zu bewerten. Bekannt ist der diabetische Fuss, der durch genau diese Durchblutungsstörungen entsteht und bis hin zur erforderlichen Amputation führen kann.

Mit Diabetes mellitus erhöht sich auch allgemein das Infektionsrisiko bezogen auf praktisch alle Infektionskrankheiten.

Die Beziehung von Fettleber und Diabetes mellitus

Das Besondere an der Beziehung von Fettlebererkrankungen und Diabetes mellitus ist die Tatsache, dass beide Krankheiten gegenseitig und wechselseitig sowohl Auslöser aber auch Folge der jeweils anderen Erkrankung sein können. Das heisst: Fettleberpatienten sind oder werden häufig Diabetiker und Diabetiker leiden häufig an einer Fettleber. Es gibt also einen kausalen Zusammenhang zwischen Fettleber und Diabetes.

Stellen wir uns einen möglichen Werdegang vor: Ein zunächst körperlich völlig gesunder und normaler Mensch beginnt, aus unterschiedlichen Ursachen heraus an Gewicht zuzunehmen. Das Fettgewebe nimmt zu und irgendwann ist die Fähigkeit der Einspeicherung von Fett erschöpft. Das führt dann zu einer wahren Überschwemmung des gesamten Organismus mit freien Fettsäuren. Irgendwann wir der Organismus resistent auf die Wirkung des Insulins und es kommt zu einer Überzuckerung. Stellt sich nun die Frage: Wohin mit dem Zucker?

Ein Teil der freien Fettsäuren lagert sich in den Leberzellen ab und führt dort zur bereits beschriebenen Fettleber. Damit werden die Fähigkeiten der Leber für einen gesunden Fettstoffwechsel deutlich eingeschränkt. Ausserdem kommt es zu einer immer ausgeprägteren Insulin-Reststenz, die sich in der Wechselwirkung wiederum auf den Blutzucker auswirkt und schlussendlich zur Diabetes Typ 2 führt. Weitere Wirkungen und Effekte sind hier immer mit eingeschlossen wie beispielsweise Bluthochdruck, Störungen der Funktion der Bauchspeicheldrüse etc.

In der gegenseitigen Bedingung von Fettleber und Diabetes entsteht ein Teufelskreis, der sich nur schwer und dann auch nur mit radikaler Methodik durchbrechen lässt.

Was lässt sich tun?

Zumindest bis zu einem Body-Mass-Index BMI von 30, maximal 35, lässt sich wohl noch gegensteuern und sollte auch aktiv etwas getan werden. Bemerkenswert dabei ist, dass die Fettleber reversibel ist, also auch zurückgebildet werden kann. Selbst wenn es bereits zu einer Leberentzündung gekommen ist, lässt sich der Prozess noch umkehren. Ausschlaggebend ist recht zeitiges Handeln. Ist es bereits zu einer Leberzirrhose gekommen, kann diese kaum noch aufgehalten werden. Dennoch sollte auch dann mit konsequenten Lebensstilanpassungen und regelmässigen Kontrollen darauf hingewirkt werden, dass weitere Leberschädigungen vermieden werden.

Der Weg zurück zur gesunden Leber führt immer über die Reduktion des Körpergewichts und eine entsprechende Verminderung der Überfettung des Organismus. Schon fünf Prozent Reduktion des Körpergewichts führt zu einer relevanten Entfettung der Leber.

Bei sieben bis zehn Prozent Gewichtsabnahme können auch entzündliche Prozesse in der Leber oder eine beginnende Vernarbung des Lebergewebes zurückgebildet werden. Das sind Fakten, die Mut machen und hinreichend erprobt und erforscht sind.

Für die Gewichtsabnahme sind mehrere Faktoren entscheidend. Das beginnt bei einer deutlichen Verminderung der Kalorienaufnahme, geht über gesunde  und regelmässige Bewegung. Dabei ist ein Zeitraum von mindestens acht Wochen, in der Regel aber deutlich mehr anzusetzen. Eine möglichst engmaschige Beratung und Betreuung durch Fachärzte ist sehr ratsam, da auch weitere Risikofaktoren beobachtet und ausgeschlossen werden müssen. Das betrifft vor allem die kardiovaskulären Risiken.

Toxische Nahrungsmittel wie Alkohol, Getränke mit einem hohen Fructosegehalt und Nikotin sollten unbedingt vermieden werden.

Den gesamten Vortrag von Frau Dr. med. Michaela Neagu mit vielen zusätzlichen interessanten Informationen und weiteren Fragen und Antworten können Sie sich hier im Video-Vortrag anschauen.

Eine Powerpoint Präsentation zum Thema veranschaulicht und ergänzt den Vortrag.

Bierbauch – Männer und die Verharmlosung von Übergewicht

Ob am Fussballplatz oder in der Bar, Männer verstecken ihren Bierbauch nicht, sondern die 10-15kg Übergewicht werden stolz vor sich hergetragen. Niemand sollte sich darüber lustig machen, aber das Thema muss mit Sensibilität angesprochen und besprochen werden. Über den vermeintlichen Bierbauch wird gern geschwiegen, auch beim Arzt, auch bei der Physiotherapie oder beim Sport.

„Übergewicht bei Männern“.  Dies kann nicht einfach als „Fresssucht“ oder „Selbstvergessenheit“ eingeordnet werden. Das Übergewicht bei Männern hat ebenso viele Ursachen wie Erscheinungsformen. In erster Linie betrifft es Männer ab dem mittleren Alter, die sich (ähnlich wie Frauen) in einer besonderen Art der Stoffwechselveränderung befinden.

Aufzeichnung vom 3.9.2021 “ Saaserhof“ in Saas-Fee Übergewicht: Bierbauch & Liebeshanteln als Gefahr? ​von Dr. med. J. Zehetner

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Mehr zu den kommenden Events & Aufzeichnungen: https://www.helvetiusholding.ch/helvetius-life-streaming-2021/

Gerade im zunehmenden Alter strebt der Körper aus entwicklungsphysiologischen Gründen danach, Nahrungsreserven gewissermassen als Fettreserven zu speichern, um für eventuelle Engpässe vorzusorgen. Besonders bei Männern, die aufgrund ihrer Berufstätigkeit oder eingeschränkter Bewegung weniger Kalorien verbrauchen als sie aufnehmen, führt das schnell zu unerwünschtem Übergewicht. Dabei spielen vor allem organische Prozesse eine wichtige Rolle, die sich nicht so einfach „ausschalten“ lassen.

Während oft von Diät sowie kleineren Portionen gesprochen wird, ist vor allem unter Männern das Thema Alkohol und Alkoholkonsum kleingeredet, belächelt und negiert. Doch verstecken sich gerade in der flüssigen Kost wie Bier und Wein viele versteckte Kalorien, welche nicht gerne mitgezählt werden. Auch die in Mode gekommenen Energie-Drinks, diverse Shakes und auch Protein-Shakes (wenn auch gesund) sind Energielieferanten und meist kalorienreich. Vor allem Fruchtsäfte und Smoothies werden hier leicht nebenbei konsumiert ohne daran zu denken, wieviel Zucker hier mitkonsumiert wird.

Übergewicht ist mittlerweile weltweit häufiger zu verzeichnen als Unterernährung. Das eigentliche Problem ist überwiegend in den westlichen Industrieländern zu beobachten, da es gerade hier ein immer grösser werdendes Überangebot von Nahrungsmitteln zu jeder Zeit gibt. Die Übergewichtsrate liegt beispielsweise in den USA bei um die 35-40 Prozent der Bevölkerung, was eine nicht zu unterschätzende Tatsache ist. Das bedeutet ein Übergewicht von mindestens 20 Kilogramm, oder ein BMI von 30 oder mehr. Das ist auch trotz der chirurgischen Eingriffsmöglichkeiten so, wobei gerade diese Methoden mittlerweile als sehr sicher und erfolgreich einzuordnen sind. Dennoch ist die Rate der operativen notwendigen Eingriffe in diesem speziellen Bereich viel zu niedrig.

Beim Thema Bierbauch – als Anreisser der Diskussion- geht es nicht nur darum die Bevölkerung und die Fachkollegen entsprechend zu informieren. Vielmehr sehe ich es als wichtig, über die modernen Behandlungsmöglichkeiten der bariatrischen Behandlungsmethoden bis zur Chirurgie aufzuklären. Dabei geht es in erster Linie immer darum, den Patienten entsprechend ihrer individuellen Ausgangslage zu helfen.

Information zum Thema Adipositas

Verstehen muss man, dass Übergewicht immer auch mit Begleiterkrankungen verbunden ist. Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe, zu hohe Cholesterinwerte – all das manifestiert sich im Umfeld des Übergewichts. Aber es gibt auch noch einen anderen Aspekt, der sich besonders in den letzten Jahren herauskristallisiert hat. Dabei geht es darum, dass Menschen mit Übergewicht einfach stigmatisiert werden. In der Schule, im Berufsleben und bis in das ganz private Dasein hinein werden übergewichtige Menschen als faul, fett, verfressen, unachtsam und bewegungsfaul beschrieben. Das setzt den Betroffenen zusätzlich zu und hilft nicht, die Problematik gezielt und bewusst anzugehen. Dabei ist deutliches Übergewicht seit spätestens 2013 als Krankheit definiert. Damit reiht sich krankhaftes Übergewicht ein mit solchen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder vielen andere chronische Krankheiten.

Die Stigmatisierung von Übergewicht ist für die Patienten äusserst gefährlich, da diese sich dann zurückziehen und ihre eigentliche Problematik nicht gezielt und aktiv angehen können. Dabei ist eine professionelle Behandlung, Beratung und Begleitung der sicherste Weg aus dem Übergewicht.

Jeder ist gefordert, sich in seinem Kontakt mit krankhaft übergewichtigen Menschen sowohl in der Wortwahl als auch im Verhalten etwas zurückzunehmen. Auch dann, wenn es „nur“ um den vermeintlichen Bierbauch geht.

Warum speziell „Männer mit Übergewicht“?

Ja, auch Frauen leiden unter dem krankhaften Übergewicht. Männer tun das aber auf eine besondere Weise. Bei Frauen gibt es mittlerweile die „Curvy Models“, bei Männern nicht. Und Männer neigen von Natur aus schon dazu, die etwas grösseren Portionen zu essen, auch wenn das allmählich rückläufig zu sein scheint. Das Weltbild war und ist eben auch so gestrickt, dass ein Bauch immer auch unterbewusst mit Wohlstand verbunden wird. Auch in den modernen Industriegesellschaften. Die Gefahren sind zwar meist bewusst, werden aber erst dann realisiert, wenn sie tatsächlich da, sichtbar und manchmal schon spürbar sind.

Dazu kommt, dass Männer spätestens ab einer gewissen Lebensphase nicht diesen besonderen Blick auf ihr Äusseres haben, wie dieser vielen Frauen eigen ist. Das eigentliche Problem wird nicht oder erst sehr spät erkannt und dann gern auch als naturgegeben hingenommen. So bleibt der Weg zum Arzt aus und der Übergewichtschirurg ist für viele Betroffene eine fremde Grösse. Deshalb müssen gerade Männer sensibilisiert werden, sich dieser Problematik aktiv zu stellen.

Was mit dem nicht ernst genommenen Bierbauch beginnt, endet nicht selten in der Übergewichts-Katastrophe, sofern nicht rechtzeitig die richtigen Schritte, beispielsweise in eine Praxis der Swiss1Chirurgie, gegangen werden.

Nächster Event:

4. Fachtagung der Helvetius Holding AG auf dem Talent Campus Bodensee in Kreuzlingen

Am 22. Oktober 2021 findet ab 18:00 Uhr die 4. Fachtagung der Helvetius Holding AG statt. Kernthemen der öffentlichen Veranstaltung sind Diabetes und Übergewicht sowie Lebererkrankungen mit den Auswirkungen auf die persönliche Gesundheit. Erweitert wird das Themengebiet durch interessante Vorträge zur Motiviation im Freizeitsport und zum Leberfasten mit Hepafast.

Neben Dr. med. Jörg Zehetner werden auch die Ernährungsmediziner Dr. med. Hardy Walle und Dr. med. Tilmann Schmitz sowie die Fussball- und Trainer-Legende Martin Andermatt durch die spannenden Themen führen.

Ihre Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung erwarten wir unter Anmeldung Kreuzlingen – Die Helvetius Holding AG.

Mehr Informationen gibt es im Beitrag und unter Streaming – Live Events Kreuzlingen – Die Helvetius Holding AG.

Fachtagung der Helvetius Holding AG auf dem Talent Campus Bodensee Kreuzlingen

Ein Event voller medizinischer und sozialer Fachthemen mit Gelegenheiten zum Networking

Mit ihrer 4. Fachtagung auf dem Talent Campus Bodensee in Kreuzlingen steuert die Helvetius Holding AG auf den Höhepunkt ihrer diesjährigen Vortragsreihe zu.

Mit Dr. med. Jörg Zehetner (Professor USC), Dr. med. Hardy Walle (Ernährungsmediziner), Martin Andermatt (Trainer und Fussball-Legende) sowie Dr. med. Tilmann Schmitz (Ernährungsmediziner) stehen national und international anerkannte Persönlichkeiten auf der Bühne und referieren zu Schwerpunkten der medizinischen Forschung, der gesunden Ernährung, Motivation und Sport.

Kernthemen der medizinischen Fachthemen sind

  • „Aufstossen, Übergewicht und Diabetes – Zusammenhänge erkennen“ und
  • „Fettleber und Übergewicht – Leberfasten mit Hepafast“.

Darüber hinaus beschäftigt sich die hoch interessante Veranstaltung mit Themen zur Motivation und gesunden Lebensweise im Alltag, beantwortet aber auch Fragen, die sich jedem betroffenen und interessierten Teilnehmer stellen.

Neben den Spezialisten aus den unterschiedlichen Fachbereichen treffen sich hier auch bekannte und erfolgreiche Unternehmer und Persönlichkeiten von öffentlichem Interesse zum Meinungsaustausch und Netzwerken.

Damit ergeben sich für die Teilnehmer an der Veranstaltung interessante Möglichkeiten zur Wissenserweiterung, Kompetenzbildung und für das Knüpfen wertvoller Kontakte.

Die 4. Fachtagung der Helvetius Holding AG steht allen interessierten und angemeldeten Teilnehmern kostenfrei offen.

Termin: 22.Oktober 2021, 18:00 Uhr auf dem Talent Campus Bodensee in Kreuzlingen.

Bitte beachten Sie, dass eine Teilnahme an der Fachtagung nur nach vorheriger Anmeldung möglich ist.

Ihre Anmeldung können Sie einfach unter Anmeldung Kreuzlingen – Die Helvetius Holding AG vornehmen.

Bitte betrachten Sie diese Information gern als persönliche Einladung und registrieren Sie sich zur Teilnahme am Event. Wir freuen uns auf ein Kennenlernen oder Wiedersehen zur 4. Fachtagung der Helvetius Holding AG auf dem Talent Campus Bodensee in Kreuzlingen.

Stigmatisierung Übergewicht. Was heisst das?

Dr. med. Jörg Zehetner zur Problematik Übergewicht und was das für Betroffene bedeutet

Im Rahmen der Vortragsreihe der Helvetius Holding AG hat sich Dr. med. Jörg Zehetner, Professor USC, zur Stigmatisierung Übergewichtiger und den daraus resultierenden Folgen für Betroffene positioniert. In seinem Vortrag in der Saaser-Stube Saas-Fee schilderte der erfahrene Mediziner, der sich auch intensiv mit der Übergewichtsproblematik befasst, die Umstände, mit denen Adipositas-Patienten praktisch Tag für Tag zu leben haben.

Sie sind unter uns

Eingangs des Vortrages stellte Dr. Zehetner klar, dass praktisch jeder die Übergewichtigen kennt. In der eigenen Familie, im Freundeskreis oder in der Runde der Kolleginnen und Kollegen, überall gibt es sie und die Anzahl der Betroffenen nimmt stetig zu. Und das Leben der Patienten mit Übergewicht ist im wahrsten Sinne des Wortes kein leichtes.

Wo die Stigmatisierung beginnt

Guck mal, der Dicke da! Oh, ist die fett. Der Dicke sollte sich mal mehr bewegen. Schau mal, was der im Einkaufskorb hat, dabei ist er doch schon dick genug.

So oder so ähnlich beginnt die Stigmatisierung Übergewichtiger. Ohne die Frage nach dem Woher oder Warum, ohne Rücksicht auf die persönliche Betroffenheit der Menschen werden diese bewusst oder unbewusst in eine Schublade gepackt, in  die sie weder hineingehören, noch sich selbst allein daraus befreien könnten. Neben den flapsigen Bemerkungen gibt es da auch solche, die wirklich weh tun und den Betroffenen kein Stück weiterhelfen.

Vorurteile abbauen

Wer sich tiefergehend mit der Problematik Fettleibigkeit und Adipositas beschäftigt weiss, dass davon Betroffene sehr unter ihrer momentanen Lebenssituation leiden. Ein erster Schritt, dieses Leider zumindest zu verringern wäre der Abbau der landläufigen Vorurteile. Dafür ist immer der beste Moment.

Kampf gegen Übergewicht bedarf eines professionellen Netzwerkes

Kaum ein Übergewichtiger mit schwerwiegender Problematik wird sich der Erkrankung langfristig und erfolgreich allein stellen können. Auch wenn Übergewichtsoperationen mittlerweile ein probates und erfolgreiches Mittel im Kampf gegen die überflüssigen Pfunde sind, braucht es einer gezielten Netzwerkarbeit vor, während und nach dem medizinischen Eingriff. Dafür wurde unter dem Dach der Helvetius Holding AG ein professionelles Netzwerk aufgebaut, das in allen Phasen beratend, begleitend und unterstützend den Patienten zur Seite steht.

Grosse gesellschaftliche Allianz gegen Stigmatisierung notwendig

Das Thema Übergewicht ist allerorten präsent. Nicht nur im Alltag, auch in den Medien begegnet das Thema den Menschen immer häufiger und intensiver, nebst den landläufig bekannten Witzen und Bemerkung zum Thema Übergewicht. Von der Stigmatisierung ist der Weg in die Diskriminierung meist ein sehr kurzer. Dicke Menschen werden mit einer Begriffswelt in Zusammenhang gebracht, die alles andere als angenehm oder wertschätzend ist. Erst recht dann, wenn man diese Menschen persönlich gar nicht kennt. Diese Stigmatisierung reicht weit in das persönliche und gesellschaftliche Leben Betroffener hinein. Selbst das Berufsleben ist dabei nicht ausgeschlossen. Um das zu verändern, ist ein grosser gesellschaftlicher Konsens notwendig.

Schritte aus der Stigmatisierung

Soll der Teufelskreis aus Stigmatisierung und Diskriminierung Übergewichtiger gebrochen werden, bedarf es einer klarer Linie. Und die beginnt genau dort, wo Übergewicht als Krankheit und damit auch als behandelbar und heilbar verstanden wird. Erst dann kann ein aktives Zugehen auf diese Menschen erfolgen, die sich dann auch selbst aktiv ihrer Problematik stellen können, ohne sich weiterhin  verstecken zu müssen.

Ein weiterer Schritt wäre, das Auftreten gegenüber diesen Patienten deutlich zu überdenken. Und zwar in jedem Lebensbereich und in jeder Begegnung mit übergewichtigen Menschen. Erst dann, wenn diesen Menschen das Stigma genommen wird, werden diese auch selbst aktiv in den Prozess ihrer Gesundung einsteigen können. Würde, Respekt und Toleranz sind hier die genau passenden Stichworte.

Wichtig ist, auch übergewichtige Menschen als wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft wahrzunehmen und zu erkennen, dass sie nicht faul, behäbig, unangenehm und wenig leistungsfähig, sondern krank sind. Und gegen Krankheiten kann man etwas tun, auch gegen krankhaftes Übergewicht.

Übergewicht als Krankheit definieren

Wer sich näher mit Übergewicht und Adipositas befasst, wird diese schnell als tatsächliche Krankheiten verstehen können. Wie bei jeder organischen Erkrankung gibt es auch hier klare Definitionen und Entwicklungen, aber auch therapeutische Interventionen, die klar für ein Krankheitsbild sprechen. Ein erster Anhaltspunkt dafür ist die Einteilung in unterschiedliche Klassifizierungen des Übergewichts, ausgehend vom Body Mass Index, BMI.

Auch wenn die Übergewichtschirurgie eine hilfreiche Intervention ist, erreicht sie allein aber nicht die Lösung des Problems. Krankhaftes Übergewicht ist und bleibt eine chronische Krankheit, die einer lebenslangen Aufmerksamkeit, aber keiner geringschätzenden Stigmatisierung bedarf.

Mehr vertiefte Informationen zum Thema gibt es im Videomitschnitt des Vortrages (LINK) und direkt auf den Webseiten der Swiss1Chirurgie .

Wir stellen vor: Dr. med. Anita Scheiwiller

Die „Neue“ im Team der Swiss1Chirurgie

Immer auf der Suche nach den besten Chirurgen und Fachärzten in den Leistungsbereichen der Swiss1Chirurgie sind wir wieder fündig geworden. Ab dem 01. Juli 2021 wird unser chirurgisches Team von Dr. med. Anita Scheiwiller unterstützt. Wir nutzen die Gelegenheit und stellen Ihnen unsere neue Expertin für Viszeralchirurgie gern näher vor.

Geboren wurde Anita Scheiwiller 1971 in Zürich, von wo sie mit ihrer Familie bereits nach kurzer Zeit nach Bern umgezogen ist. Die Mutter, zwei Schwestern und der Vater, der Direktor einer Schule war, zogen natürlich mit.

Die Schulzeit beendete Anita Scheiwiller mit dem Beginn einer kaufmännischen Lehre, die sie erfolgreich abschliessen konnte. Aber schon bald war klar, dass ein Bürojob wohl nicht das Richtige für die vielseitig interessierte junge Frau sein würde. Während einer Reise durch Südamerika reifte der Beschluss, noch einmal die Schulbank zu drücken und die Matura abzulegen. Nach drei Jahren war auch das erfolgreich getan und Anita Scheiwiller hatte längst den Entschluss gefasst, Ärztin zu werden.

An der Universität in Bern wurde auch dieser Entwicklungsschritt erfolgreich abgeschlossen, wobei erst gegen Ende des Studiums klar wurde, dass Anita Scheiwiller sich für den Fachbereich der Chirurgie entscheiden würde. Ein Praktikum in der Herz- und Gefässchirurgie im Inselspital Bern machte aus einer Entscheidung so etwas wie eine Liebe auf den ersten Blick. Ab da stand fest, dass sich die frisch ausgebildete Medizinerin dem Fachgebiet der Chirurgie verschreiben würde. Was als „Liebe auf den ersten Blick“ begann, ist bis heute eine tiefe Leidenschaft geblieben.

Nach ihrer ersten Assistenzarztstelle im Regionalspital Langenthal zog es sie nach zwei Jahren wieder nach Bern, dieses Mal ins Stadtspital Tiefenau, zurück.Während ihrer Arbeit dort beschäftigte sich Anita Scheiwiller immer mehr und intensiver mit der Bauchchirurgie und setzte damit ein klares Zeichen für die Spezialisierung.

Am Universitätsspital Zürich konnte die nunmehr schon recht versierte Chirurgin 2008 in der Klinik für Viszeralchirurgie ihre Ausbildung zur Fachärztin abschliessen und den FMH Titel für Chirurgie erwerben. Im selben Jahr trat sie ihre erste Stelle als Oberärztin im Bürgerspital Solothurn an. Schon nach kurzer Zeit folgte Anita Scheiwiller einem Angebot aus der Ostschweiz und war dann für jeweils mehrere Jahre in Frauenfeld und Zürich engagiert. Mit dem Sammeln umfangreicher chirurgischer Erfahrungen folgten der Schwerpunkttitel für Viszeralchirurgie und der europäische Facharzt für kolorektale Chirurgie und Proktologie.

Nach 20 Jahren Arbeit in öffentlichen Spitälern kehrt Anita Scheiwiller nunmehr an ihre Wurzeln zurück. Als Belegärztin wird sie ein Mitglied im Expertenteam der Swiss1Chirurgie und wird mit ihrer Arbeit in den Praxen Solothurn, Brig und Bern eine wertvolle Bereicherung sein. Ihre Interessen in der Darm- und Enddarmchirurgie, in der Übergewichtschirurgie und der Schilddrüsenchirurgie passen hervorragend zum Profil der Swiss1Chirurgie.

Neben den neuen beruflichen Herausforderungen freut sich Frau Dr. med. Anita Scheiwiller auch aus ganz persönlichen Gründen über ihren Einstieg in das Expertenteam der Swiss1Chirurgie. Die Rückkehr nach Bern und ihre Arbeit in den Swiss1Chirurgie Praxen in Bern, Brig und Solothurn ist für sie auch die Rückkehr in ihre Heimat, wo eine wundervolle Natur mit den Bergen und einmaligen Naturlandschaften viel Raum für Entspannung, Erholung und Aktivität bietet.

Dr. Jörg Zehetner über Anita Scheiwiller

Es ist mir eine besondere Freude, Frau Dr. med. Anita Scheiwiller zum 01. Juli 2021 in unserem Team der Swiss1Chirurgie begrüssen zu dürfen. Mit ihr gewinnen wir eine Expertin für einen grossen Teil unserer Leistungsbereiche, die sich über viele Jahre hinweg als Chirurgin bewähren konnte. Für die Swiss1Chirurgie bedeutet der Zuwachs um eine erfahrene Chirurgin nicht nur einen weiteren Ausbau unserer Leistungsfähigkeit im Sinne der Patientinnen und Patienten.

Als erste Frau in unserem Chirurgenteam stellt Anita Scheiwiller sowohl menschlich als auch fachlich eine echte Bereicherung für unser Team dar. Besonders unsere Patientinnen werden sich freuen, sich mit ihren manchmal doch sehr schambesetzten Problemen nunmehr auch an eine empathische und äusserst qualifizierte Fachkollegin wenden zu können.

Darüber hinaus bin ich mir sicher, dass wir alle von den Erfahrungen einer hervorragenden Chirurgin profitieren können und so im Sinne unserer Patientinnen und Patienten eine noch bessere Arbeit leisten können.

Herzlich Willkommen im Team, Frau Dr. med. Anita Scheiwiller!

Podcast: Bauchwandbrüche, Verschluss mit Netzeinlage

Herzlich Willkommen im neuen Podcast der Swiss1Chirurgie. In diesem Podcast des Hernien-Zentrums der Swiss1Chirurgie befassen wir uns heute mit dem Thema Bauchwandbrüche und deren Verschluss mittels einer Netzeinlage.

Mein Name ist Jörg Zehetner. Gedacht ist diese Podcast Serie als Patienteninformation für Betroffene und alle, die sich mit dem Thema Hernien, hier speziell Bauchwandbrüche und deren Therapie mit Netzeinlage.

Zunächst möchten wir an dieser Stelle abklären, was Bauchwandbrüche überhaupt sind.

Bauchwandbrüche entstehen durch eine Schwäche des Bindegewebes in der Bauchwand. Oftmals treten solche Bauchwandbrüche in der Folge operativer Eingriffe im entsprechenden Bereich auf. Zu unterscheiden sind solche Bauchwandbrüche von solchen, die durch eine angeborene Gewebeschwäche in der Bauchwand oder durch regenerative Prozesse im Alter bedingt sind. Auffällig sind in jedem Fall kleinere Lücken im Gewebeaufbau der Bauchwand in etwa oberhalb und unterhalb des Bauchnabels.

Die am häufigsten auftretende Form des Bauchwandbruches ist der Nabelbruch. Im medizinischen Latein wird der Nabelbruch als Hernia umbilicalis et paraumbilicalis bezeichnet. Generell besteht bei allen Menschen zur Geburt eine Schwäche in der Bauchwand im Bereich des Nabels. Bedingt ist diese durch den physiologischen Aufbau der Nabelschnur, die die Versorgung des Ungeborenen durch die Plazenta möglich macht. Nach der eigentlichen Geburt wird die Nabelschnur zertrennt und es entsteht der Bauchnabel. Genau an dieser Stelle kommt es immer wieder auch zu schwächer ausgebildetem Gewebe, das im späteren Verlauf der Entwicklung einen Nabelbruch ermöglicht.

Besonders Frauen in der der fortgeschrittenen Schwangerschaft sind davon betroffen, wobei es durch den Druck von innen auf die Bauchwand nicht selten zur Ausbildung einer grösseren Hernie kommt.

Auch nach Operationen im Bauchbereich, besonders nach offenen Operationen treten häufiger Bauchwandbrüche auf, da es durch die im Operationsverlauf aufgetrennte Bauchwand an diesen Stellen zu einer Schwächung des Gewebes kommt.

Darüber hinaus können Bauchwandbrüche an unterschiedlichen Stellen auftreten, beispielsweise am linken oder rechten Oberbauch oder im Bereich des Unterbauches.

Erscheinungsformen der Bauchwandbrüche

Durch kleinere Gewebelücken in diesem Bereichen kann das Fett unterhalb der Bauchwand hervortreten. Durch etwas grössere Lücken mit etwa zwei bis vier Zentimetern besteht dann schon die Gefahr, das beispielsweise Anteile des Dünndarms durch die Bauchwand gedrückt werden können.

Noch grössere Hernien mit einem Ausmass von fünf bis sieben Zentimetern rufen bei den Betroffenen schon stärkere Schmerzen hervor und bleiben entsprechend kaum unbemerkt. Das auch deshalb, weil bei einer solchen Grösse der Hernien der Bruchsack, auch als Herniensack bezeichnet, schon die Grösse eines mittleren Apfels annehmen kann.

Ein Bauchwandbruch ist aufgrund der Einklemmung von Organteilen ohnehin schon sehr unangenehm und verursacht vor allem ziehende Schmerzen.

Verbunden damit ist immer auch die erhöhte Gefahr, dass wie bereits erwähnt Dünndarmschlingen eingeklemmt werden. Damit wird die Durchblutung dieser Darmanteile zumindest deutlich eingeschränkt, wenn nicht gar unterbrochen, was schlussendlich auch zu Absterben der betroffenen Organteile führen kann. Immer besteht dann auch das Risiko einer Bauchfellentzündung mit entsprechenden Komplikationen bis hin zur Lebensgefahr.

Therapie von Bauchwandbrüchen in den Praxen der Swiss1Chirurgie

Die Hernien-Experten im Hernien-Zentrum der Swiss1Chirurgie beschäftigen sich bereits seit vielen Jahren mit der Behandlung von Bauchwandbrüchen. Sehr kleine Bauchwandlücken werden hier minimalinvasiv behandelt. Dafür wird lediglich ein kleiner Schnitt gesetzt, der dann direkt wieder vernäht wird und auch ohne Netzeinlage eine ausreichend hohe Festigkeit im Bauchwandgewebe bietet.

Grössere Bauchwandbrüche werden entsprechend aufwändige rund intensiver behandelt. Dabei kommt es immer auf die konkrete Ausbildung des Bruches, auf das Alter der Patienten, auf den allgemeinen Gesundheitszustand und auf bestehende Vorbefunde der Patienten an. In vielen Fällen ist eine laporoskopische Operation mittels kleiner Schnitte möglich. Dabei ist die laporoskopische Operation mittels Verwendung einer Netzeinlage eine sehr schonen Methode, die schnell durchgeführt werden kann, für die Patienten wenig belastend ist und in aller Regel sehr gute Ergebnisse aufweist.

Laporoskopische Operation

Bei der laporoskopischen Operation wird durch einen kleinen Schnitt eine Kamera seitlich unter der Bauchwand eingebracht und ermöglicht den Blick von Innen auf den bestehenden Gewebedefekt. Der betroffene Bereich des Bauchraumes wird mit CO2-Gas gefüllt, so dass ein ausreichend grosser Operationsbereich entsteht. Mit minimalinvasiven Operationstechniken werden die erforderlichen Instrumente zum Einlegen, Positionieren und Fixieren des Hernien-Netzes eingebracht. Dabei handelt es sich um zwei Schnitte mit einer Länge von etwa einem halben Zentimeter.

Das Netz dient dabei als Verstärkung der Bauchwand von innen. Damit lassen sich weitere Bauchwandbrüche in den entsprechenden Bereichen für die Zukunft sehr sicher ausschliessen. Auf einer Seite ist dieses Netz unbeschichtet, damit es gut mit der Bauchwand verklebt und verwachsen kann. Auf der innenliegenden Seite ist das Netz beschichtet, um ein Verwachsen in etwa mit dem Dünndarmgewebe zuverlässig auszuschliessen.

In der Behandlung von Bauchwandbrüchen vertraut die Swiss1Chirurgie seit Jahren auf die Herniennetze der Firma Bard, die sich bereits tausendfach in der therapeutischen Behandlung bewährt haben. Vorteilhaft bei diesen Netzen ist auch, dass diese bereits mit einem speziellen Fixationssystem ausgestattet sind, was das Fixieren der Netze an der Bauchwand deutlich vereinfacht und die minimalinvasive Operation noch erträglicher für die Patienten macht.

Wesentlicher Vorteil dieser Netze ist, dass sie sich aufgrund ihrer speziellen Ausformung sehr leicht und präzise platzieren lassen. Das Netz selbst wird auf eine Ballonstruktur aufgelegt und dann zentriert auf dem Bruch positioniert. Das Aufblasen das Ballons spannt das Netz auf und sorgt dafür, dass dieses flach auf der Bauchwand aufliegt. Damit erhält das Herniennetz eine perfekte Position ohne grösseren operativen Aufwand. Anschliessend wird das Netz an den Rändern an der Bauchwand fixiert. Danach kann die Ballonstruktur wieder entfernt werden. Dieses hier beschriebene Positionierungssystem wird ausschliesslich von der Swiss1Chirurgie in Bern zur Anwendung gebracht. Damit konnten wir im Sinne der Patienten durchweg sehr gute Ergebnisse mit wenig postoperativen Schmerzen erreichen.

Die Anzahl der Befestigungsstellen des Netzes an der Bauchwand variiert je nach Grösse des Bruches. Erfahrungsgemäss bedeuten weniger Fixationspunkte auch weniger Schmerzen für den Patienten. Während früher noch permanentes Nahtmaterial eingesetzt wurde, greifen die Experten der Swiss1Chirurgie heute auf resorbierbares Material zurück, dass sich nach acht bis zwölf Wochen vollständig und rückstandslos auflöst. Sollte beispielsweise bei der Operation ein Nerv getroffen werden, werden dadurch eventuell auftretende Schmerzen nach der Auflösung der resorbierbaren Klammern in der Regel dann auch verschwinden.

Werden Bauchwandbrüche in einer grossen offenen Operation behandelt, so führt das häufig zu sehr komplizierten Heilungsprozessen mit entsprechend schwierigen Gewebeverwachsungen. Bei minimalinvasiven Eingriffen wie wir diese in den Praxen der Swiss1Chirurgie durchführen, sind solche Komplikation von vornherein ausgeschlossen, was den Heilungsprozess für die Patienten deutlich vereinfacht und verkürzt.

Durchführung und Nachbehandlung offener Operationen bei Bauchwandbruch

Sind bereits grössere offene Operationen mit entsprechenden Verwachsungen durchgeführt worden, empfehlen wir eine Nachoperation, bei der diese komplizierten Verwachsungen entfernt werden können und eine weitere Stabilisierung der Bauchwand erreicht wird. Dabei geht es in erster Linie um den Verschluss der betroffenen Bauchmuskulatur, bei der meist das hintere Faszienblatt betroffen ist. Dieses lässt sich mit einer entsprechenden Nachoperation wieder gut verschliessen und mit einem Netz verstärken. Die restliche Bauchmuskulatur wird dann wieder exakt platziert.

Mit einer solchen, etwas länger andauernden Operation lassen sich die Gewebeverwachsungen entfernen und die Funktion der Bauchdecke wieder vollständig herstellen. Nicht verschwiegen werden soll, dass eine solche grosse Operation aufgrund ihrer Länge von zwei bis drei Stunden auch gewisse Risiken birgt. Je nach Alter, gesundheitlicher Konstitution und möglichen Vorbefunden kann es beispielsweise zu Entzündungsprozessen im Bereich des operierten Gewebes kommen.

Fest steht, dass eine solche offene Operation mit deutlich mehr Schmerzen verbunden ist, als die minimalinvasiven Eingriffe. Eine Verweildauer von fünf bis sieben Tagen in Beobachtung im Krankenhaus muss eingeplant werden. Auch die Heilungsprozesse selbst dauern länger an, als bei einem minimalinvasiven Eingriff.

Je nach Operationsfeld müssen auch Drainagen gelegt werden, um ein Absaugen der Wundsekrete im Laufe der Gewebeheilung zu ermöglichen. Im Falle der grossen offenen Operation ist immer auch anschliessend ein Bauchgurt zur Stützung des Gewebes zu tragen. Gemeinsam mit den orthopädischen Spezialisten haben die Chirurgen der Swiss1Chirurgie einen Gurt mit spezieller Bauchkalotte entwickelt. Dabei ist es in komplizierten Fällen sogar möglich, mittels 3-D-Druck eine individuelle Kalotte anzufertigen. Dadurch kann die Bauchwand exzellent abgestützt werden, was bei vorkonfektionierten Produkten nicht immer der Fall ist.

Das Tragen eines solchen Bauchgurtes wird für etwa drei bis sechs Wochen nach erfolgter Operation erforderlich sein. Unsere Empfehlung geht dahin, den Bauchgurt die ersten drei Wochen Tag und Nacht zu tragen. Die anschliessenden drei Wochen muss der Gurt nur tagsüber getragen werden. Eine fortlaufende Kontrolle und Nachbetreuung findet in den Praxen der Swiss1Chirurgie statt.

Für weitere Fragen zu Bauchwandbrüchen allgemein und den therapeutischen Möglichkeiten dürfen Sie sich gern an die Spezialisten der Swiss1Chirurgie wenden. Darüber hinaus stellen wir auf unserer Webseite www.swiss1chirurgie.ch weiteres Informationsmaterial zur Verfügung. Weiterhin nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten unter www.swiss1chirurgie.ch oder rufen in einer unserer Praxen an.

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit!

Dieser Podcast ist ein Teil der Podcast-Reihe von Helvetius.Life

Helvetius.Life ist die Hauszeitung der Helvetius Holding AG.Hier vereinen die Swiss1Chirurgie, das Zentrum für bariatrische Chirurgie ZFBC, die Gastroenterologische Gruppenpraxis GGP und das Praxiszentrums Bern PZB ihre Kompetenzen und Leistungen im Sinne der Gesundheit unserer Patienten.

Mit Helvetius.Life informieren wir über spannende Themen aus den Fachbereichen der Kliniken und Praxen, geben Einblicke in die Arbeit der Spezialisten, zeigen Ihnen in Erfahrungsberichten von Patienten, was wir können und stellen neue Erkenntnisse, Therapien und wissenschaftliche Forschungsergebnisse vor.

Unsere Podcast-Serien:

  • hernien-podcast.ch
  • adipositas-podcast.ch
  • ggp-podcast.ch

Gern empfehlen wir Ihnen auch unsere Webseite

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Mehr Themen und Informationen erhalten Sie auch auf: hernien-podcast.ch, nachsorge.ch und in unserer Hauszeitung www.helvetius.life.

Mit proteinreicher Ernährung erfolgreich abnehmen?

Beitrag von: Dr. med. Jörg Zehetner, Professor (USC)
MMM, FACS, FEBS (hon.)

Wer sich schon einmal näher mit dem Thema „Abnehmen“ befasst hat, wird früher oder später auf die Empfehlung einer proteinreichen Ernährung gestossen sein. Die Supermärkte sind voll mit modernen und meist teuren High-Protein-Produkten, die sich sowohl an Sportler als auch an Menschen richten, die abnehmen möchten. Aber können diese Produkte wirklich helfen, ist eine proteinreiche Ernährung beim Abnehmen überhaupt gut und gibt es nicht doch etwas Besseres? Darüber klärt dieser medizinische Fachbeitrag der Helvetius Holding AG auf, den es zudem als Podcast in mehreren Sprachen auf Deezer und Spotify gibt.

Warum proteinreiche Ernährung?

Aus wissenschaftlicher Sicht kann eine proteinreichere Ernährung in der Tat sinnvoll sein, um Körpergewicht zu verlieren. Wenn die Nahrung mehr Protein enthält, muss aber gleichzeitig der Anteil von Kohlenhydraten und eventuell von Fetten sinken. Ansonsten wäre der Kaloriengehalt zu hoch und der Körper würde noch weiter an Gewicht zunehmen. Eine proteinreiche Ernährung ist zum einen zum Abnehmen geeignet, da Eiweisse gut sättigend sind. Zum anderen führt sie dazu, dass die Gewichtsabnahme wirklich durch einen niedrigeren Körperfettanteil zustande kommt. Wird die Kalorienzufuhr lediglich durch weniger Essen von allen Nährstoffen gedrosselt, baut der Körper hauptsächlich Muskelmasse ab. Ausserdem benötigt der Körper Proteine zum Muskelaufbau, der ebenfalls zu einer umfassenden Abnehmstrategie dazugehört.

Sind High-Protein-Produkte aus dem Supermarkt eine gute Idee?

Viele der High-Protein-Produkte enthalten nicht oder kaum mehr Eiweiss als einfache Milchprodukte wie Magerquark, Frischkäse oder Naturjoghurt. Bei manchen der Produkte ist der Hauptunterschied nur der höhere Preis für das High-Protein-Marketing. Andere Produkte sind mit weiteren Zutaten wie Süssungsmitteln oder Aromen bestückt, die allein dem Geschmack dienen und oft ungesund sind. Als hochwertige Proteinquelle lohnen sich also die High-Protein-Produkte nicht immer, vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier oft nicht Der Proteinbedarf lässt sich auch bestens ohne diese Produkte über ganz normale Lebensmittel decken.

Welche Nahrungsmittel liefern genügend Proteine?

Ideale Eiweisslieferanten bei einer gesunden Ernährung sind Milchprodukte, Fisch, Eier und Hülsenfrüchte. Ernährungsexperten raten, täglich 1,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht über die Nahrung aufzunehmen. Dabei sollten Übergewichtige die Proteinmenge auf ihr angestrebtes Normgewicht und nicht auf ihr aktuelles Gewicht beziehen. Ansonsten ist der Kaloriengehalt zu hoch und das Abnehmen funktioniert nicht, denn auch Proteine liefern Energie. Ausserdem ist es wichtig, drei Mahlzeiten am Tag und nicht durchgängig zu essen. Dann hat der Körper zwischendurch Zeit, Fett abzubauen. Ohne diese Pausen sinkt der Insulinspiegel im Blut nicht ab und ein hoher Insulinspiegel unterdrückt die Fettverbrennung.

Proteinreiche Ernährung mit Genuss

Eine sinnvolle Ernährungsumstellung heisst nicht, hungern zu müssen. Ganz im Gegenteil. Wer sich gesund ernähren möchte, kann dies durchaus mit Genuss tun. Beispielsweise eignet sich ein Genusskäse (wie z.B. Le Gruyère) hervorragend als schmackhafte Proteinquelle. Dazu ein bunter Salat mit Thunfisch oder ein Gemüsemix mit etwas magerem Fleisch und schon steht eine gesunde wie leckere Mahlzeit auf dem Tisch.

Wenn Protein-Shakes, dann die richtigen!

Im Gegensatz zu den High-Protein-Produkten aus dem Supermarkt können manche Protein-Shakes als sogenannte Formuladiät über einen festgelegten Zeitraum das Abnehmen unterstützen. Damit die Gewichtsreduktion langfristig erfolgreich ist, sollte ein Arzt das Vorhaben begleiten. Ein Ernährungsmediziner kann sicherstellen, dass eine Formuladiät im individuellen Fall tatsächlich sinnvoll ist und dass geeignete Formulaprodukte zum Einsatz kommen. Denn längst nicht jeder Protein-Shake hat eine angemessene Zusammensetzung aus den Makronährstoffen Protein, Fett sowie Kohlenhydraten und Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffe. Liegen bereits weitere Erkrankungen vor oder werden Medikamente eingenommen, berücksichtigt ein Arzt auch das bei der Planung des Abnehmprogramms. Ausserdem kann er im Verlauf der Diät Blutwerte sowie den Körperfettanteil messen und bei Bedarf den Formuladiätplan optimieren. Beispielsweise könnte in manchen Fällen ein Umstieg auf eine Mahlzeitenersatzstrategie helfen, bei der jeweils ein Protein-Shake lediglich bis zu zwei Hauptmahlzeiten pro Tag ersetzt. Darüber hinaus achtet ein Arzt darauf, dass eine Formuladiät nicht zu lange oder zu kurz andauert und die aufgenommene Energiemenge passend ist. Bei zu hoher Dosierung misslingt die Gewichtsabnahme, während eine zu niedrige Dosierung den Hunger nicht ausreichend stillt und die Diät dann nicht durchgezogen wird oder der Körper stattdessen Muskelmasse abbaut.

Formuladiät nur mit ärztlicher Begleitung

Ist der BMI über 30 kg/m2, dann sollten keine selbständigen Versuche des Abnehmens durchgeführt werden: Ein Termin beim Arzt ist notwendig. Bei einem BMI über 35 kg/m2 ist die beste Option, nach einer ausführlichen Abklärung, eine bariatrische Operation (Übergewichtschirurgie).
Für Patienten dazwischen, gibt es die Möglichkeit von konservativen Methoden:In Eigenregie ist es leider nicht leicht, das alles zu leisten. Ebenso wichtig ist die langfristige Ernährungsumstellung nach der Formuladiät und das Mehr an Bewegung. Bleibt beides aus, ist der Jo-Jo-Effekt schon vorprogrammiert. Deshalb sollte ein Arzt auch die Phase danach begleiten. Decken Sie sich also nicht bei Ihrem nächsten Einkauf einfach mit den nächstbesten Protein-Shakes ein, sondern vereinbaren Sie lieber einen Termin bei einem auf Übergewichtsbehandlungen spezialisierten Arzt. Wer allerdings nur ein paar Kilos verlieren möchte, sollte auf eine gesündere, etwas kalorienreduzierte Ernährung und mehr Bewegung setzen. Formuladiäten richten sich eher an Personen mit stärkerem Übergewicht oder mit einer Fettleber.

Die Protein-Shakes von Bodymed mit Gewichtsreduktionsprogramm

Ein gutes Beispiel für ein Gewichtsreduktionsprogramm mit Formuladiät ist das von Ärzten entwickelte Bodymed-Ernährungskonzept. Es bietet ein ärztlich geleitetes Kursprogramm und dazu passende Protein-Shakes, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengestellt wurden. Die Fachgesellschaften Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG), Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) sowie die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) erkennen Bodymed als angemessenes Gewichtsreduktionsprogramm in ihrer Leitlinie an.

Ernährung ist Teil der Nachsorge bei Übergewichtsoperationen

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es kaum aus eigener Kraft zu schaffen, den Body-Mass-Index (BMI) in den Normalbereich zu bringen. Vor allem bei einem BMI über 35 kann eine Übergewichtsoperation wie etwa ein Magenbypass oder die Bildung eines Schlauchmagens angeraten sein. Allerdings bedeutet auch das für die Patienten, im Anschluss lebenslang aktiv mitzuarbeiten. Eine gesündere Lebensweise und eine Ernährungsumstellung sind also nach einer Übergewichtsoperation ebenfalls entscheidend. Zum einen gelingt nur so die nachhaltige Gewichtsabnahme. Zum anderen darf es nicht zu einem Nährstoffmangel kommen, der nach einer Übergewichtsoperation aufgrund der verringerten Nahrungsaufnahme und den Veränderungen bei der Verdauung entstehen kann. Je nach Art des chirurgischen Eingriffes ist zum Beispiel ein Mangel an Protein, Kalzium, Zink oder Vitamin B12 relativ häufig. Daher sollten die Patienten nach einer solchen Operation einen Mangel mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen und mindestens 60 Gramm Protein pro Tag oder 1,5 Gramm pro Kilogramm Normgewicht zu sich nehmen.

Professionelle Unterstützung nach einer Übergewichtsoperation

Allerdings sollten die Patienten damit nicht alleine gelassen werden, denn die Umstellungen in der Lebens- und Ernährungsweise sind sehr individuell und müssen im Laufe des Lebens immer mal wieder angepasst werden. Deshalb nimmt eine professionelle Nachsorge im Zentrum für bariatrische Chirurgie ZfbC in Bern einen hohen Stellenwert ein. Ausserdem können jederzeit Komplikationen auftreten und weitere Eingriffe oder andere medizinische Massnahmen notwendig sein. Bei einer guten Nachbetreuung fällt das frühzeitig auf und die behandelnden Ärzte können schnell reagieren.

Auch bei einer Fettleber gilt: weniger Kohlenhydrate und mehr Protein

Mit einer Fettleber verbinden viele Menschen einen übermässigen Alkoholkonsum. Jedoch gibt es ebenso das Krankheitsbild einer nichtalkoholischen Fettleber, für die meist ein falsches Essverhalten und zu wenig Bewegung verantwortlich sind. Dabei speichert der Körper überschüssige Energie in Form von Fett nicht sichtbar unter den Hautschichten, sondern in den inneren Organen wie der Leber. Deshalb tritt eine nichtalkoholische Fettleber zwar häufig zusammen mit Übergewicht auf, aber nicht immer. Darüber hinaus kann eine Fettleber der Grund dafür sein, dass Abnehmversuche scheitern. Eine Fettleber führt zu einer Insulinresistenz, die zum einen die Einlagerung von Fett und somit eine Gewichtszunahme fördert. Zum anderen kann sie die Fettverbrennung blockieren. Um eine Fettleber erfolgreich zu behandeln, müssen in erster Linie die Betroffenen selbst etwas tun. Da neben einem Bewegungsmangel insbesondere eine zu kohlenhydratreiche und zuckerhaltige Ernährung eine nichtalkoholische Fettleber verursacht, sollte die Nahrung weniger Kohlenhydrate, dafür mehr Proteine und insgesamt weniger Kalorien enthalten. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Abnehmen. Auch hierbei sollten sich die Betroffenen professionelle Hilfe suchen.

Eine gesunde Leber fördert ein gesundes Leben
Eine gesunde Leber fördert ein gesundes Leben

Leberfasten mit Beratung durch das ZfbC

Das Leberfasten nach Dr. Worm mit den Hepafast-Produkten von Bodymed ist ein guter Begleiter auf dem Weg zu einer entfetteten Leber und beruht wie das oben bereits erwähnte Bodymed-Programm auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen. Die Hepafast-Produkte sind speziell für das Leberfasten zusammengestellt, weshalb eine Gewichtsabnahme zwar durchaus ein willkommener Nebeneffekt sein kann, aber nicht das vordergründige Ziel ist. Die individuelle medizinische Beratung zum Leberfasten nach Dr. Worm übernimmt jede Praxis innerhalb der Helvetius Holding AG sehr gerne, zu denen auch das ZfbC gehört.

Wo gibt es mehr Informationen über Ernährungsumstellung und Abnehmen?

Wenn Sie sich weiter über eine geeignete Ernährung beim Abnehmen, nach einer Übergewichtsoperation oder bei einer Fettleber informieren möchten, hören Sie unseren Podcast und lesen Sie die Helvetius.life-Zeitung. Dort teilen führende Experten ihr Wissen und klären unter anderem darüber auf, wie Sie Übergewicht erfolgreich den Kampf ansagen und warum das überhaupt so wichtig ist. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen haben darin ebenfalls ihren festen Platz.

Fazit: Proteinbedarf mit Genuss decken und sich von Experten begleiten lassen

Beim Abnehmen ist es hilfreich, auf den Proteingehalt der Nahrung zu achten. High-Protein-Produkte aus dem Supermarkt sind allerdings nicht zu empfehlen. Stattdessen sollten Abnehmwillige lieber die benötigte Menge an Protein über einfache Milchprodukte, Fisch und Hülsenfrüchte aufnehmen. So kann etwa der tägliche Genuss eines La Gruyère in Kombination mit Gemüse oder Salat schon einen guten Beitrag zu einer proteinreichen und gesunden Ernährung liefern. In bestimmten Fällen können auch Protein-Shakes sinnvoll sein. Dann sollte es sich aber um Produkte handeln, die von Ärzten anerkannt sind. Dazu zählen die Protein-Shakes von Bodymed. Egal ob das Bodymed-Programm zu einem BMI im Normalbereich führen soll, eine Übergewichtsoperation notwendig ist oder die Leber entfettet werden muss, die Ärzte vom ZfbC beraten individuell und begleiten Sie auf Ihrem Weg zu einem dauerhaften Normgewicht.

Hinweis www.helvetius.events

Informationsveranstaltungen mit Live-Streams
Medizinisches Fachwissen aus erster Hand

Zermatt
Zermatt: Backstage Hotel
18. Juni 2021 Dickdarm Entzündung: Vorbeugen mit Diät(?)! Dr. med. J. Zehetner
18. Juni 2021 Darmkrebsvorsorge: wer, wann, wie, wo? Dr. med. I. Linas
18. Juni 2021 Nachsorge nach Übergewichtsoperation: Ja, aber im Zentrum Dr. med. R. Steffen
18. Juni 2021 Integrative Medizin: Burn-out-Behandlung in der Bergwelt Dr. med. Th. Russmann

03. Dezember 2021

Saas-Fee
Saas-Fee: Saaserhof
16. Juli 2021
03. September 2021
10. Dezember 2021

Arosa
Arosa: Kulm Hotel & Alpin Spa
27. August. 2021 .

Kreuzlingen
KREUZLINGEN: Talent-Campus Bodensee
22. Oktober 2021

Für zuweisende Ärzte, medizinische Laien und Betroffene bietet die Helvetius Holding AG an ausgewählten Standorten in der Schweiz interessante Fachvorträge zu unterschiedlichen Themen an. Durchgeführt von Prof. Dr. Jörg Zehetner bieten diese Vorträge nicht nur ein fundiertes Wissen aus unterschiedlichen Schwerpunkt-Bereichen, sondern auch Möglichkeiten der weiteren Information. Krankheitsbilder, Diagnoseverfahren und Operationstechniken werden genauso vorgestellt wie die Formen der professionellen Nachsorge nach operativen Eingriffen. Für Betroffene bieten solche Fachvorträge ein erhöhtes Mass an Sicherheit vor dem geplanten Eingriff, für medizinisch Interessierte und Ärzte halten die Informationsveranstaltungen ein Plus an Wissen und Erfahrung bereit.


Quellen
1. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Daenische-Forscher-finden-die-optimale-Diaet-fuer-Uebergewichtige-216004.html (abgerufen am 01.06.2021)
2. https://www.youtube.com/watch?v=5VRxhlfylTk (abgerufen am 01.06.2021)
3. https://www.bodymed.com/gesundheitsprogramme/ernaehrung/ (abgerufen am 01.06.2021)
4. https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Eiweiss-Shake-zum-Abnehmen-Worauf-kommt-es-an,formula100.html (abgerufen am 01.06.2021)
5. https://www.nachsorge.ch/patientenzeitung-2021-helfetius-life/ (abgerufen am 01.06.2021)
6. S3-Leitlinie „Prävention und Therapie der Adipositas“. Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG), Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM). Version 2.0 April 2014.
7. S3-Leitlinie „Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen“. Deutsche Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG), Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG), Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM), Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und bildgebende Verfahren e.V. (DGE-BV), Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie e.V. (DGPM), Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e.V. (DGPRÄC), Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM), Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe In Deutschland e.V. (VDBD), BerufsVerband Oecotrophologie e.V. (VDOE), Adipositaschirurgie-Selbsthilfe-Deutschland e.V.
8. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Eiweiss-laesst-das-Leberfett-schmelzen-301389.html (abgerufen am 01.06.2021)