IFSO 2019 Kongress in Madrid

Krankhaftes Übergewicht ist eine chronische Erkrankung

Nach London 2017 und Dubai 2018 fand in diesem Jahr der Weltkongress der Internationalen Föderation der Gesellschaften für Übergewichtschirurgie (IFSO) in der spanischen Hauptstadt Madrid statt.

Eines der Themen war die Stigmatisierung von übergewichtigen Patienten. Einigkeit in diesem Thema bestand darin, dass krankhaftes Übergewicht durchaus eine chronische Erkrankung ist und entsprechender Behandlung bedarf. Die Zeiten, in denen übergewichtige Patienten in der Öffentlichkeit verspottet, belächelt oder gar beschimpft werden, muss endlich vorbei sein. Mit der Übergewichtschirurgie steht auch dieser Patientengruppe eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungen und Eingriffe zur Verfügung, die diese Krankheit erfolgreich angehen und dauerhaft behandeln können.

Das war ein wichtiges Thema im Zusammentreffen der Spezialisten für bariatrische Chirurgie aus den Kantonen der Schweiz, die bei einem gemeinsamen Abendessen im Rahmen des Kongresses Gelegenheit hatten, sich zu diesem Thema auszutauschen.

 

Was ist der Sachstand?

In der Schweiz gibt es Primärzentren und Referenzzentren für die Übergewichtschirurgie. Während in einem Primärzentrum nur die Erst-Operation bei Patienten mit BMI 35-49 durchgeführt werden darf, können in einem Referenzzentrum Re-Eingriffe (neuerliche Korrekturoperationen) und sehr schwere Patienten (BMI grösser 50) operiert werden. Das ist eine Regelung, die es vielen Patienten schwer macht, eine kontinuierliche Behandlung zu durchlaufen, die letztlich von einem sichtbaren, spürbaren und zählbaren Erfolg auf Dauer begleitet wird.

Darauf hat die Swiss1Chirurgie gemeinsam mit der Klinik Beau-Site in Bern und mit der Praxis Espace Chirurgie in Biel reagiert. Die Übergewichtschirurgen in Biel führen die Erstoperationen in der Hirslanden Klinik Linde durch, die Re-Eingriffe mit Dr. Zehetner an der Klinik Beau-Site.  Allein in der Beau-Site Klinik in Bern werden 500 von den jährlich schweizweit 4‘500 operativen Eingriffen vorgenommen. Im Zentrum für Bariatrische Chirurgie in Bern (ZFBC) werden diese Patienten vorbetreut, von den Chirurgen der Swiss1Chirurgie operiert und dann wieder im ZFBC nachbetreut. Somit ist innerhalb des Hirslanden Verbundes mit der Swiss1chirurgie die grösste Expertise in der bariatrischen Chirurgie in der Schweiz und die höchste Patientensicherheit gewährleistet.

Was Patienten mit Problemen nach einem Eingriff in der Übergewichtschirurgie tun können

Hatten Sie schon eine Übergewichts-Operation, und werden nicht nachbetreut? Oder haben Sie nach der Operation wieder massiv Gewicht zugenommen, und wissen nicht wie weiter?

Lassen Sie sich von ihrem Hausarzt an einer unserer Standorte der Swiss1chirurgie in Bern, Solothurn oder Brig überweisen (www.swiss1chirurgie.ch), wir können Sie dann einerseits in unser Nachsorge-Programm im Zentrum für Bariatrische Chirurgie (www.zfbc.ch) aufnehmen, oder abklärenden Untersuchungen für eine eventuelle Korrektur-Operation zur neuerlichen Gewichtsabnahme veranlassen.

Natürlich standen im Zentrum des Weltkongresses auch die grossen Themen der Übergewichtschirurgie. Zu den Ergebnissen hier noch ein paar Stichpunkte:

  • Die häufigste Übergewichtsoperation weltweit ist der Schlauchmagen (Sleeve).
  • Das Magenband wird kaum mehr gemacht, unter 1% aller Übergewichtsoperationen.
  • Bei Patienten mit Reflux hat der Magenbypass Vorteile gegenüber dem Sleeve.
  • Bei stark übergewichtigen Patienten ist auch der OAGB (one loop anastomosis gastric bypass) eine mögliche Option.
  • Endoskopische Revisionen wie die Anastomosen-Einengung mit Apollo Overstitch werden häufiger angewendet, vor allem bei Dumping und neuerlicher Gewichtszunahme.

Mehr erfahren? Dann nehmen Sie doch einfach den Kontakt zu mir auf und lassen sich beraten, welche Möglichkeiten Sie bei der operativen Behandlung von Übergewicht und Refluxerkrankungen für Sie die erfolgversprechendsten sind.

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